Erfolgreiches Promotionskolloquium

Tim Radel, Gruppenleiter Mikrofertigung- und Mikrostrukturierung, stellte die Ergebnisse seiner Dissertation „Laserstrahlschweißen von Aluminiumlegierungen mit Schwingungsüberlagerung“ im Promotionskolloquium am 24. Januar erfolgreich vor.

Die Arbeit befasste sich mit der Heißrissvermeidung, welche eine der größten Herausforderungen beim Laserstrahlschweißen vieler technisch relevanter Aluminiumlegierungen ist. Mit dem Ansatz der Schwingungsüberlagerung beim Laserstrahltiefschweißen von Aluminiumlegierungen wurde das Ziel verfolgt, die Nahteigenschaften durch ein feinkörnigeres Gefüge zu verbessern und die Heißrissanfälligkeit zu vermindern. Dazu wurde eine gerichtete Schwingung während des Schweißens aufgebracht und das resultierende Schweißnahtgefüge charakterisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Übergang von stängelförmig dendritischen zu gleichachsig dendritischen Körnern unterstützt wird sowie dass die Heißrissanfälligkeit prinzipiell auch ohne eine erkennbare Kornfeinung reduziert werden kann. Die heißrissreduzierende Wirkung wurde auf eine Vermeidung von niedrigschmelzenden Phasen in der zuletzt erstarrenden Nahtmitte zurückzuführt. In der vorliegenden Arbeit wurde somit die Grundlage einer neuen Methode zur Verbesserung der Nahteigenschaften und zur Reduzierung der Heißrissanfälligkeit geschaffen. Diese bietet technologische Vorteile insbesondere dort, wo aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen auf die Zuführung von Schweißzusatzwerkstoffen verzichtet werden soll.

Dank gilt der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) für die finanzielle Unterstützung der Arbeiten im Rahmen der Förderung des Projekts „Identifizierung des Einflusses mechanischer Schwingungen auf den Erstarrungsprozess beim Tiefschweißen“ (267927324) auf dessen Erkenntnissen die Dissertation entstanden ist.