Frauen am BIAS
Interviews
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Lisa Albers - Technikerin "Metallografie"
Lisa Albers arbeitet seit acht Jahren in der
Metallographie am BIAS. Sie erstellt Schliffe von Schweißnähten, macht
die mikroskopischen Auswertungen, Fotodokumentationen und
Härteprüfungen. Der Kontakt mit jungen Leuten ist ihr wichtig und sie
hat Spaß an der Zusammenarbeit mit ihnen. Mit ihrem Know-how und ihrer
Erfahrung hat sie in diesem Zeitraum auch bereits viele Studierende
unterstützen können. Sie ist stolz darauf, wie die Arbeiten, Projekte
und Dissertationen zu einem erfolgreichen Abschluss kommen und ihre
„Schützlinge“ ihren Weg gehen. Lisa Albers hat lange in der freien
Wirtschaft gearbeitet, unter anderem bei Airbus und dem Bremer Vulkan,
bis sie letztendlich zum BIAS kam. Jeder Berufswechsel bedeutete ein
neues Risiko, neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen. „Ich habe
ziemlich viel Glück gehabt, denn trotz der wirtschaftlichen Krisen und
der vielen anstehenden Entlassungen wurde ich verschont“, sagt die
Mitarbeiterin. Am BIAS fühlt sie sich wohl. Sie ist froh über die
Frauenförderung und freut sich über die wachsende Zahl der Frauen am
Institut. „Bis zur Rente würde ich gerne hier am BIAS bleiben, obwohl
es nur noch drei Jahre sind“, sagt Lisa Albers mit einem verschmitzten
Lächeln.
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Sabrina Brüggemann - Teamassistentin
Sabrina Brüggemann ist bereits seit März
2000 als Teamassistentin im BIAS. Sie managt alles, was in der
Schaltstelle des Empfangs anfällt: von Post- und Paketsendungen,
Bestellungen, Auskünften, Verwaltungsarbeiten bis hin zur Betreuung und
Bewirtung von Besuchern. Für die wissenschaftlichen Mitarbeiter
organisiert sie Dienstreisen und Tagungen. „Mir gefallen die vielen
Kontakte zu den Kolleginnen und Kollegen und zu immer neuen Gästen.
Außerdem empfinde ich meine Tätigkeiten als sehr abwechslungsreich, so
dass ich flexibel bleibe“, sagt die gelernte Speditionskauffrau.
Besonders stolz ist sie auf ihre Mitarbeit in der Planung und
Organisation für die Begehung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 747 im
Herbst 2010. Die Bewilligung der zweiten Förderphase war für sie die
Bestätigung, dass ihr Einsatz sich gelohnt hatte. Sabrina Brüggemann
hat zwei Kinder, die mittlerweile 16 und 18 Jahre alt sind. Als diese
klein waren, entschied sie sich seinerzeit erst einmal für eine
Familienphase und nahm sieben Jahre Erziehungsurlaub. Aber dann wollte
sie wieder in das Berufsleben zurück. Sie absolvierte eine einjährige
Fortbildung zur Assistentin im Sekretariatsbereich. Als sich dann die
Chance ergab, im BIAS auf einer Halbtagsstelle anzufangen, griff sie zu
und ist auch heute noch zufrieden. „In meinem Beruf ändern sich die
Anforderungen fast täglich, daher ist es wichtig, flexibel zu handeln
und sich neuen Herausforderungen zu stellen.“ Während der elf Jahre,
die sie mittlerweile im Institut arbeitet, konnte sie immer auf
Entgegenkommen zählen, wenn die familiäre Situation es erforderte.
Umgekehrt fühlte sie sich auch von ihrer Familie stets ermutigt und
unterstützt. Ihr Resümee:„Nicht nur beruflich, sondern auch privat bin
ich wunschlos glücklich“.
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Dr. Sybille Friedrich - Geschäftsführerin "Sonderforschungsbereich
747"
Sybille Friedrich ist Geschäftsführerin und
Mitglied des Vorstands des Sonderforschungsbe-reichs (SFB) 747. Sie
organisiert und koordiniert in Absprache mit dem Sprecher des SFB und
Geschäftsführer des BIAS, Prof. Vollertsen, und den
Entscheidungsgremien die Zusammenarbeit der Teilprojekte sowie der am
SFB beteiligten Institute. Unterstützt wird sie dabei von einer
Verwaltungsfachkraft und der Projektleiterin für die
Öffentlichkeitsarbeit. „Mir gefällt die Vielseitigkeit, die sich durch
die verschiedenen Konstellationen meiner Aufgaben ergeben“, sagt
Sybille Friedrich. Vielfältige Kontakte zu haben und strategisch planen
zu können – das schätzt sie an ihrem Beruf. Das Studium absolvierte
Frau Friedrich in Karlsruhe. Anschließend war sie mehrere Jahre in der
Industrie tätig, wo sie während dieser Zeit auch promovierte. Kurz vor
der Geburt ihres ersten Kindes zog sie mit ihrem Mann nach Bremen.
„Diesen Umzug sah ich als Neubeginn an“, so die Wissenschaftlerin. Sie
bewarb sich am BIAS und bekam die Möglichkeit, als Geschäftsführerin
des SFB 747 anzufangen. Inzwischen ist sie bereits dreieinhalb Jahre im
Institut. Rückblickend stellt Sybille Friedrich fest: „Ich bin nach wie
vor über diese Entscheidung sehr froh, ich lerne viel dazu und entdecke
ganz neue Stärken in mir.“ Ein großer Vorteil ist es für sie, dass das
BIAS ihrem Wunsch nach einem Teilzeitvertrag mit flexibler
Stundengestaltung von vornherein entgegen kam. „Anfangs arbeitete ich
fünfzehn Stunden, davon konnte ich einen Teil zu Hause leisten.“ Sie
ist glücklich, dass ihr somit ausreichend Zeit auch für ihre Kinder
blieb und sie ihre Vorstellungen über die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie verwirklichen konnte. Wenn die Geschäftsführerin für das
jährliche SFB-Kolloquium oder eine Tagung mehr Zeit aufwenden muss, so
kann sie auf Unterstützung durch die Familie zählen, die dann
wechselseitig die Kinderbetreuung übernimmt. Mittlerweile hat Sybille
Friedrich ihre Stundenzahl auf zwanzig Stunden aufgestockt. Sie kann
sich vorstellen, die Stundenzahl weiter zu erhöhen, sobald die Kinder
älter sind. Kürzlich ist „ihr“ Sonderforschungsbereich für eine zweite
Phase bewilligt worden. „Am meisten stolz in meiner beruflichen Arbeit
bin ich, dass ich einen Beitrag zur Weiterförderung des
Sonderforschungsbereichs leisten konnte“, strahlt die
Wissenschaftlerin.
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Maral Kowalschuk - Wissenschaftliche Mitarbeiterin "Werkstoffe und
Modellierung"
Maral Kowalschuk ist wissenschaftliche
Mitarbeiterin in der Abteilung „Werkstoffe und Modellierung“. Dort
arbeitet sie im Bereich Schweißsimulation. „Schweißtechnik ist
interessant, weil es etwas zum Anfassen ist. Es ist greifbar. Man
sieht, was passiert, was man verändert hat, und man kann daraus wieder
Rückschlüsse ziehen“, begeistert sie sich. In den Forschungsbereich der
Schweißsimulation ist sie eher zufällig gekommen. Die gebürtige
Teheranerin (Iran) studierte in Rostock und kam durch einen Workshop,
den sie während eines Praktikums besuchte, zu ihrem Fachgebiet. Nach
dem Studium schien Bremen für ihre beruflichen Vorstellungen der
richtige Standort zu sein, und sie hatte das Glück, dass das BIAS genau
die passende Stelle anbot. Im Sommer 2010 konnte die 27-Jährige hier
anfangen. „Ich finde, man kann stolz auf jede kleine Etappe sein, die
man in einem Unternehmen erreicht. Gerade wenn man als
Wissenschaftlerin neu ist und wenig Erfahrung hat, freut man sich, wenn
die ersten Versuchsreihen stehen oder die Kollegen die geleistete
Arbeit ernst nehmen“, erzählt die Akademikerin. Beruflich lässt Maral
Kowalschuk sich noch alles offen. Sicher ist sie sich darin, dass sie
in der Forschung bleiben möchte. Auch die Möglichkeit, diese mit einer
Lehrtätigkeit zu verknüpfen, wäre für sie vorstellbar und attraktiv. Am
wichtigsten ist ihr als nächster Schritt die Promotion, für die sie ein
Thema aus der Schweißtechnik nehmen möchte. „Dann kann man
weitersehen“.
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Nan Wang - Wissenschaftliche Mitarbeiterin "Optische
Messtechnik"
Nan Wang ist im Oktober 2007 als wissenschaftliche
Mitarbeiterin an das BIAS gekommen. Sie arbeitet in der optischen
Messtechnik und forscht am kohärenten Messverfahren „Digitale
Holografie“. Es ist für sie wichtig, nicht nur allein am Schreibtisch
zu sitzen, sondern auch guten Kontakt zu Kollegen und Kolleginnen zu
haben. Stolz ist sie auf die Veröffentlichungen von Beiträgen zu
internationalen Konferenzen. „Es ist toll, Erfahrungen zu sammeln und
diese sowie das eigene Wissen auf internationaler Ebene
auszutauschen.“, sagt die Wissenschaftlerin. Nan Wang ist gebürtige
Chinesin und lebt seit 2003 in Bremen. Sie studierte Information and
Automation Engineering an der Universität Bremen. Für eine Bewerbung am
BIAS entschied sie sich, weil „der Arbeitsplatz sehr gut zu mir passt“,
erzählt die Mitarbeiterin. Jetzt will sie erst einmal promovieren.
Privat hat Nan Wang ebenfalls klare Vorstellungen: Sie will als Mutter
ein gutes Vorbild sein: „Z. B. habe ich früher Keyboard gespielt,
konnte mich aber nie lange konzentrieren, weil ich lieber draußen
spielen wollte. Ich möchte wieder damit anfangen und hoffe, dass sich
dann eines Tages auch meine kleine Tochter dafür begeistern wird “ Nan
Wangs Tochter ist neun Monate alt. Die Koordination von Familie und
Arbeit klappt sehr gut. Ihr Ehemann hat die Möglichkeit, tagsüber für
das Kind da zu sein. Abends übernimmt sie diese Aufgabe. Die
Unterstützung durch das BIAS gibt Frau Wang dabei ein beruhigendes
Gefühl. Wenn sich etwas in ihrem Privatleben ändern sollte, könnte sie
auf Verständnis hoffen und wahrscheinlich sogar eine Halbtagsstelle
übernehmen. Ihre Zukunft betreffend ist Nan Wang zuversichtlich: „Ich
liebe Bremen einfach“.
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