Laserschockumformen
Hochgeschwindigkeitsumformen durch laserinduzierte Schockwellen (Vo 513/38-1)
Die bekannten Verfahren zum Blechumformen mit Schockwellen, wie das
Explosionsumformen und das elektrohydraulische Umformen, können
Bauteile mit sehr komplizierten Geometrien und sogar Hinterschnitten
erzeugen. Diese Verfahren werden bevorzugt für großflächige Bauteile in
der Einzel- und Kleinstserienfertigung eingesetzt. Ziel des Projektes
ist es, die Grundlagen für ein neues Umformverfahren für Kleinteile zu
erarbeiten, das auf laserinduzierten Schockwellen basiert. Hierzu
sollen mit einem TEA-CO2-Laser Schockwellen in der Nähe der
angestrebten Umformzone erzeugt und dadurch Druckstöße aufgebracht
werden, die die Umformung bewirken.
Mit dem Tiefziehen durch laserinduzierter Schockwellen wurden zunächst
in Anlehnung an wirkmedienbasierte Umformverfahren anhand der freien
Umformung wissenschaftliche Grundlagen für eine Quantifizierung der
Einflussgrößen geschaffen. Anschließend soll durch formgebende
Matrizengeometrien die Abbildungsgenauigkeit in Bezug auf mögliche
Eckradien und Hinterschneidungen in Abhängigkeit von
Werkstoffeigenschaften grundlegend untersucht werden. Die eingesetzten
Werkstoffe sollen die Materialeigenschaften dabei möglichst breit
abdecken. Daher sind Ronden aus Al99.5, SE-Cu und nichtrostendem Stahl
als Untersuchungsgegenstand vorgesehen, die in einem
rotationssymmetrischen Ziehwerkzeug mit definierter Niederhaltekraft
tiefgezogen werden, wobei laserinduzierte Schockwellen die
Stempelfunktion übernehmen.

Fördermittelgeber
DFG
Laufzeit
2. Projektphase
01.01.2010 - 31.12.2011
Abteilungsleiter
Dipl.-Phys. Haiko von Rebenstock
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