Centr-Al
Idee, Ziele, Aufgaben, Beirat
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Centr-Al ist das Kürzel für das am 1. Januar 2005 gegründete Kompetenzzentrum Schweißen von Aluminiumlegierungen. |
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Es bündelt die Aktivitäten des BIAS im Bereich des Aluminiumschweißens und ist gleichzeitig die Schnittstelle zur Bremer Industrie.
Centr-Al wird von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen gefördert.
1 Was ist Centr-Al?
Aluminiumanwender setzen einen Werkstoff ein, der hohe Anforderungen an
die Verarbeitung stellt. Die Weiterentwicklung der Legierungen und
speziell der Schweißverfahren ist dabei für die Herstellung innovativer
Produkte von sehr großer Bedeutung. Entwicklungsvorhaben lassen sich
mit einem Wissensvorsprung starten und schneller ins Ziel bringen, wenn
auf vorhandene Erfahrungen zurückgegriffen werden kann und kompetente
Unterstützung verfügbar ist.
Centr-Al ist ein integratives Kompetenzzentrum, das sich mit dem energiearmen Fügen von Leichtbaustrukturen befasst. Es ist Teil des BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH und stellt zugleich eine Schnittstelle zur Bremer Wirtschaft dar. Es schafft durch seine fachliche Ausrichtung und organisatorische Struktur eine sehr enge Verbindung zwischen der universitären Forschung und der industriellen Anwendung.
Im Kompetenzzentrum stehen Ihnen an der Schnittstelle zwischen
Forschung und Anwendung erfahrene Mitarbeiter zur Verfügung, die Sie
bei Ihren Entwicklungen bis zur Anwendung unterstützen.
2 Zielstellung
- Strategische Erweiterung der in Bremen vorhandenen breiten Basis an Know-how zum Schweißen von Aluminiumlegierungen mit Blick auf zukünftige Anwendungen
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Bremer Industrie durch eine enge Verzahnung der industriellen Anwender mit den Forschungseinrichtungen
- Nutzung von Synergieeffekten durch die Bündelung von
Anwenderinteressen in der Vorlaufforschung bis zur direkten Umsetzung
der FuE-Ergebnisse in der Fertigung.
3 Aufgaben
3.1 Netzwerk der Experten
- Kontakt zwischen Forschung und Industrie
- Verknüpfung der Netzwerkpartner
- Schnelle unkomplizierte Nutzbarmachung des Wissens für Firmen
3.2 Gemeinsame Forschung und Entwicklung
- Bündelung gemeinsamer Forschungsinteressen
- Machbarkeitsstudien
- Vorlaufforschung
- Anwendungsorientierte FuE-Vorhaben
- Direkte Unterstützung der Industrie bei der Umsetzung von FuE-Ergebnissen in die Fertigung
3.3 Wissenserwerb und -austausch
- Branchen-übergreifende Zusammenführung des Wissens zum Aluminiumschweißen
- Informationsplattform und Know-how-Transfer
- Schulung und Ausbildung
4 Nutzen für Anwender
Die im Bild dargestellte rote Lernkurve ist typisch für Situationen, in denen sich ein Anwender dazu entschließt, eine für seine Fertigung erforderliche neue Technologie selbst zu entwickeln. Durch die Notwendigkeit, Kapazitäten für die Entwicklung zu schaffen und Anfangswissen zu erarbeiten, entsteht zu Beginn ein Zeitverlust. Sobald das Projekt gestartet ist, erweitert der Anwender sein Wissen zu der neuen Technologie und deren Integration in seine Produktionsabläufe. Bis zum Erreichen der Schwelle, oberhalb welcher die Nutzung der Ergebnisse möglich ist, entsteht ein hoher FuE-Aufwand.
Centr-Al kann sowohl zusätzliche Ressourcen als auch vorhandenes Wissen in das Projekt einbringen, wodurch der Anwender bereits am Anfang über ein größeres Wissenspotential verfügt.
Aufbauend auf einem höheren Kenntnisstand, der sich aus dem Wissen der Fachleute des Anwenders und der Mitarbeiter des Kompetenzzentrums ergibt, kann das Projekt damit früher beginnen. Die gemeinsame Bearbeitung erfolgt schneller, die grüne Lernkurve verläuft steiler, so dass sich die Zeit und der Aufwand bis zum Erreichen der Nutzungsschwelle deutlich verkürzt.

Durch die Einbindung des Kompetenzzentrums in seine FuE-Projekte entstehen dem Industriepartner folgende Vorteile:
- Start mit einem Wissensvorsprung
- Schnellerer Fortschritt im Projekt
- Zeitvorteil von der ersten Idee bis zur Anwendung in der Fertigung
5 Nutzen für das Land Bremen
Die Bündelung von Aluminiumkompetenz ist in Bremen und umzu durch Firmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt (Airbus, Astrium), Fahrzeugbau (DaimlerChrysler), Schiffbau (Lürssen), Aluminiumverarbeitung (Hydro Aluminium) und Zulieferindustrie (Atlas Elektronik) und durch die langjährige Orientierung des BIAS auf das Aluminiumschweißen ideal darstellbar. Die vorhandene Aluminiumkompetenz kann durch eine enge Verzahnung der Fachleute aus Industrie, Wissenschaft und Ausbildung ausgebaut werden. Hierfür stellt das Kompetenzzentrum langjährig verfügbare Ansprechpartner zur Verfügung, die eng in die Arbeit des BIAS integriert sind und sehr schnell auf den Forschungsbedarf der Industrie reagieren können.
Das Kompetenzzentrum bietet insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region Forschungs- und Entwicklungskapazitäten an, die schnell und unkompliziert zur Verfügung stehen. Dadurch können sich auch Unternehmen ohne eigene FuE-Kapazitäten aktiv an technologischen Entwicklungen beteiligen. Die gemeinsame Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten zielt auf den schnellen Know-how-Transfer mit den Industriepartnern und beschleunigt die Umsetzung der Ergebnisse in die industrielle Anwendung.
Mit Blick auf die stark zunehmende Verwendung von Aluminium in zukünftigen Fahrzeuggenerationen und den derzeit forcierten Einsatz der Schweißtechnik im Flugzeugbau wird mit einem auf das Schweißen von Aluminium ausgerichteten Kompetenzzentrum ein wichtiger Beitrag zur Standortstärkung und -sicherung traditioneller Bremer Industrien geleistet werden.
Das Kompetenzzentrum wird in der Anschubphase durch das Land Bremen
gefördert und von der Bremer Industrie unterstützt.
6 Perspektiven
Zahlreiche Anfragen von Großbetrieben und kleinen und mittelständischen Unternehmen an das BIAS zeigen den Bedarf nach schneller kompetenter Hilfe zum Aluminiumschweißen. Vor allem sind kleine und mittelständische Unternehmen auf Unterstützung angewiesen, da sie oft nicht auf eigene FuE-Kapazitäten zugreifen können.
Aus der Vielfältigkeit der Anwendungen, Werkstoffe und Schweißverfahren der Aluminiumverarbeiter lassen sich branchenübergreifende Forschungsbedarfe herauslösen. Das sind z.B. Themen, wie die Schweißbarkeit neuartiger Legierungen, die Rissproblematik oder der Verzug beim Schweißen, mit denen sich jeder Anwender beschäftigen muss. Zu den gemeinsam definierten Themen werden Forschungsaktivitäten initiiert. Dadurch können die vorhandenen Kapazitäten und das bereits erworbene Know-how aller Beteiligten gebündelt und deshalb sehr effektiv genutzt werden. Die erwarteten Erkenntnisse sind sowohl wissenschaftlicher als auch anwendungsbezogener Art.
Für das Kompetenzzentrum ergibt sich hieraus eine breite Palette kontinuierlich zu bearbeitender Aufgaben. Diese reichen von der grundlagenorientierten Vorlaufforschung über längerfristige Forschungsvorhaben bis hin zu schneller kurzfristiger Unterstützung von Anwendern. Die anschließende Umsetzung der Forschungsergebnisse in der Fertigung wird von den Know-how Trägern begleitet. Dadurch wird sowohl ein reibungsarmer Transfer zu den Firmen als auch eine schnelle Rückkopplung des Erfolges zum Kompetenzzentrum erreicht. Aus dem sich daraus entwickelnden Netzwerk bestehend aus Anwendern und Forschungseinrichtungen werden kontinuierlich Aktivitäten zur Entwicklung der Schweißtechnik für Aluminiumlegierungen entstehen.
7 Beirat
Centr-Al wird unterstützt von Persönlichkeiten aus Bremer Unternehmen:
- Atlas Elektronik GmbH
- Daimler AG, Werk Bremen
- Ingenieurbüro Heidenreich
- Professor G. Sepold
- R. Seefried GmbH
Dokumente
Faltblatt Vorstellung des Centr-Al.
